Laufen will gelernt sein

Laufen will gelernt sein

”Welche Rolle spielen denn die Arme beim Laufen?“ fragst du dich vielleicht, ”sind es nicht die Beine, die über einen Lauferfolg entscheiden?“
Leider nur bedingt. Die richtige Beintechnik ist natürlich das A und O, um entscheidende Strecken und Zeiten zu erzielen. Zu einem erfolgreichen und gesunden Laufstil gehören aber auch eine gewisse Körperhaltung und -spannung und die richtige Armbewegung. Der Körper bildet eine Einheit, bei der die einzelnen Gliedmaßen eng zusammenarbeiten. Ohne Armeinsatz schafft es kein Läufer 100 Meter in 10 Sekunden zu laufen. Die Arm-Dynamik überträgt sich auf die Beine, sie sind Taktgeber und Stabilisatoren.
Neben schlechter Körperhaltung und fehlender Körperspannung vernachlässigen Läufer häufig die optimale Armbewegung. Zu den größten Fehlern der Läufer gehören passive Haltung der Arme, Verkeilen oder Verkrampfen vor der Brust oder eine zu locker baumelnde Haltung. Beim Training auf dem Laufband fühlen sich manche Läufer in ihrem Bewegungsraum eingeschränkt und nutzen ihre Energie der Arme nicht voll aus. Vermeide dieses!

Hier drei einfache Tipps für deine bessere Armtechnik:

Tipp 1) Achte beim Vorschwingen der Arme, dass deine Hände am Körper bleiben und nicht nach vorne gestreckt sind. Öffne auch beim Zurückschwingen der Arme auf keinen Fall die Ellbogen.

Tipp 2) Die Armbewegung kommt aus den Schultern - also schwinge in der Schulter die Arme locker, nicht nur Hände und Unterarme. Orientiere dich am sog. ”Läuferdreieck“, d.h. Oberarm, Unterarm und Rumpf bilden im besten Fall beim Zurückführen des Arms ein Dreieck. Der Winkel im Ellbogen sollte dabei immer etwas kleiner als 90 Grad (rechter Winkel) sein.

Tipp 3) Achte darauf, dass deine Hände locker geschlossen bleiben und deine Handgelenke nicht abknicken. Halte die Richtung deiner Daumen nach oben und deine Handgelenke gerade.
Für eine richtige Körperspannung recke deine Brust leicht nach vorne und spanne deine Brust-, Bauch- und Pomuskeln leicht an. Somit hälst du deinen Rumpf stabil. Mit dieser Spannung bildest du die wichtige Basis für einen ökonomischen Lauf.

Praxis-Tipp: Trainiere vor einem Spiegel, so kannst du die richtige Bewegung optimal üben.

Bei der Lauftechnik unterscheidet man zwischen drei grundlegenden Techniken für die Füße.
Vorfuß- oder Ballenlauf: Hierbei landet man auf den Fußballen und drückt sich damit auch wieder ab. Die Technik ist sehr anstrengend und eher für sehr sportliche Läufer auf Kurz-Strecken geeignet. Der große Vorteil liegt in der deutlich geringeren Knie-Belastung.

Mittelfußlauf: Man landet mit dem ganzen Fuß und rollt bis zum Fußballen ab. Der Mittelfußlauf ist ein Mittelweg zwischen den beiden anderen Techniken.

Fersen- oder Rückfußlauf: Dabei landet man auf den Fersen und rollt über den gesamten Fuß ab. Der Fersenlauf ist am weitesten verbreitet und sehr kraftsparend. Laufstil eignet sich besonders für Langstrecken.